Ingenieur für einen Tag: Die Innovatoren von morgen inspirieren

Ingenieur für einen Tag: Die Innovatoren von morgen inspirieren

„Was möchtest du werden, wenn du erwachsen bist?“ Die Antworten mancher Kinder entwickeln sich im Laufe der Zeit. Andere haben es schon immer gewusst.

So oder so kann es schwierig sein, sich auf eine Karriere für ein ganzes Leben lang festzulegen. Durch sein Programm „Engineer for a Day“ inspiriert, motiviert und fördert Timken die nächste Generation von Innovatoren, indem es Schülern zeigt, was es wirklich bedeutet, Ingenieur zu sein.

Timken lädt jährlich etwa 80 Oberschüler zu „Engineer for a Day“ ein, einer begehrten Lernmöglichkeit am weltweiten Hauptsitz des Unternehmens in North Canton, Ohio. Dort unterhalten sich Kinder mit Ingenieuren. Sie besichtigen Forschungs- und Entwicklungslabors, lernen Fertigungsprozesse kennen und untersuchen Materialien unter einem Mikroskop.

Sie arbeiten in Gruppen, um Modellfahrzeuge mit wichtigen Missionen zu entwickeln, zu bauen und zu testen, wie zum Beispiel einen Hai und ein Krokodil auf effiziente Weise gemeinsam zu transportieren und dabei den Fahrer zu schützen. In diesem unterhaltsamen Kontext nutzen die Teilnehmer die Wissenschaft, um reale Probleme zu lösen – die eigentliche Definition des Ingenieurwesens.


„Es war großartig, so viele Frauen bei Timken arbeiten zu sehen und festzustellen, dass wir im Bereich Engineering so gefragt sind. Es war ermutigend zu wissen, dass es so einen Ort auf der Welt gibt.“

Jayna Hager
High-School-Junior und Teilnehmer am Programm „Engineer for a Day“ 2022


Engagiert für die Auswirkungen der Wissenschaft
Jayna Hager, High-School-Junior und Teilnehmerin von 2022, ist keine Unbekannte im Bereich Engineering. Ihr Vater Carl ist Tribologe bei Timken. Sie möchte biomedizinische Ingenieurin werden und sich auf bionische Geräte spezialisieren. Sie interessiert sich für Technologien, die den Nutzern dieser Geräte das Gefühl geben, ihre eigenen Arme und Beine zu benutzen.

„Ich denke, es ist beeindruckend, wenn man jemandem das Gefühl der Berührung zurückgeben kann, wie das Gefühl, die Hand eines geliebten Menschen wieder zu halten“, sagt Jayna. „Ich möchte dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen auf diese Weise zu verbessern.“

Jayna Hager und andere Teilnehmer des Programms „Engineer for a Day“ besichtigten die F+E-Labore von Timken und lernten Fertigungsprozesse kennen.

Jayna erfuhr von diesem Programm über ihren Vater und in ihren Klassen über Physik und technisches Zeichen an der Oberschule. Während sie sich zunächst für Elektrotechnik interessierte, dachte sie, dass „Engineer for a Day“ eine gute Möglichkeit wäre, andere Fachgebiete zu erkunden.

Ihr Lieblingserlebnis war die Beobachtung eines Rasterelektronenmikroskops (REM), das Elektronen anstelle von Licht verwendet, um ein hochauflösendes Bild zu erzeugen. Ingenieure verwenden REMs, um Defekte in Materialien zu analysieren und deren Ursache zu bestimmen. „Es ist cool, Problemlösung auf diesem Niveau zu sehen“, sagt Jayna.

Jayna diente auch als Konstrukteurin in ihrem Bauteam, das sein krokodiltragendes Fahrzeug ständig in Abhängigkeit von den sich ändernden Kriterien modifizieren musste. „Wir dachten, es müsste einfach eine Rampe hinuntergehen“, sagt sie. „Dann stellte der Aktivitätsleiter einen Tisch, mit dem wir nicht gerechnet hatten, ans Ende der Rampe. Wir sind abgestürzt. Die Lektion war, dass man nicht auf alles vorbereitet sein kann, und manchmal muss man zurück zum Reißbrett.“

Carl, der während seiner Zeit bei Timken ähnliche MINT-Programme geleitet hat, glaubt, dass es der Schlüssel zur Motivation zukünftiger Innovatoren ist, Kinder mit einer Mischung aus naturwissenschaftlichen und technischen Erfahrungen zu konfrontieren, egal welchen Weg sie später wählen.

„Ich habe immer gesagt, dass Engineering die Anwendung der Wissenschaften ist“, sagt Hager. „Man sollte sich zuerst für die Wissenschaft begeistern. Anschließend kannst du dich entscheiden, ob du Wissenschaftler oder Ingenieur werden willst.“

Förderung der Vielfalt der Ingenieurwissenschaften
Mit einem ursprünglichen Schwerpunkt auf Maschinenbau hat sich „Engineer for a Day“ weiterentwickelt, um mehr Disziplinen zu erforschen – wie z. B. F+E für die Fertigung, Werkstoffkunde und Tribologie – und bietet mittlerweile Platz für die vierfache Anzahl von Schülern. Die diesjährigen Teilnehmer repräsentierten 18 verschiedene Oberschulen in Stadtteilen mit unterschiedlichen sozioökonomischen Verhältnissen.

Lizzie Nine begann als Co-Vorsitzende des Programms „Engineer for a Day“ im Rahmen einer Erfahrung zur Karriereentwicklung.

Lizzie Nine, Senior Product Engineer, ist eine der Leiterinnen des Programms „Engineer for a Day“,

die für diese Fortschritte verantwortlich sind. Sie begann vor ein paar Jahren als Co-Vorsitzende der Veranstaltung im Rahmen einer Erfahrung zur Karriereentwicklung.

Das Programm hat zwei Hauptziele: das abstrakte Konzept des „Ingenieurwesens“ für Teenager zu entmystifizieren und eine vielfältige Mischung von Schülern über Karrieremöglichkeiten in diesem Bereich zu informieren.

Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen als Oberschülerin weiß Lizzie, dass Schüler oft viele Fragen zum Ingenieurwesen haben, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Sie nutzt dieses Wissen und die Umfrageergebnisse von Programmteilnehmern, um die Erfahrungen jedes Jahres auf die Jugend von heute zuzuschneiden.

„Wir streben wirklich nach einem interaktiven, nachvollziehbaren Erlebnis“, sagt Lizzie. „Teilnehmer sagen uns, dass sie es zu schätzen wissen, College-Studenten zu treffen, die bei Timken im Rahmen von Co-op-Programmen ein Praktikum absolvieren und von ähnlichem Alter wie sie selber sind. Einige Teilnehmer dieser Co-op-Programme haben früher selber am Programm „Engineer for a Day“ teilgenommen, und manchmal werden sie hier Vollzeitangestellte. Sie beantworten Fragen über die Wahl des Studienfachs, die Wahl der Kurse, die Wahl der Schule und alles andere, worüber Oberschüler nachdenken.“

Als jemand, der in jungen Jahren selber an Ingenieurprogrammen teilgenommen hat, ist Lizzie ermutigt durch das zunehmende Interesse von Frauen am Programm „Engineer for a Day“. Sie hofft, dass mit dem wachsenden Anteil von Frauen in diesem Bereich mehr Schülerinnen inspiriert werden, MINT-Karrieren zu verfolgen.

Für sie hat es jedenfalls funktioniert. Auf ihrer Timken-Tour begegnete sie vielen Frauen. „Es war großartig, so viele Frauen bei Timken arbeiten zu sehen und festzustellen, dass wir im Bereich Engineering so gefragt sind. Es war ermutigend zu wissen, dass es so einen Ort auf der Welt gibt.“


Timken investiert in die Zukunft des Ingenieurwesens mit Programmen, die Schüler von der dritten Klasse bis zur Universität betreffen. Erfahren Sie mehr über unsere MINT-Zusammenarbeit mit der I PROMISE School der LeBron James Family Foundation und unser College-Co-op-Programm für Studierende der Ingenieurwissenschaften.